Türkei bis Canakkale

Hadrian bemühte sich als Herrscher intensiv um die Festigung der Einheit des Römischen Reiches, das er in weiten Teilen ausgiebig bereiste. Durch Zuwendungen und administrative Maßnahmen auf der Ebene der römischen Provinzen und Städte förderte er den Wohlstand und stärkte die Infrastruktur.

Da er nur wenige Kriege führte, speziell den gegen die aufständischen Juden, war seine Regierungszeit für den weitaus größten Teil des Reichs eine Epoche des Friedens. Er verzichtete auf Eroberungen und gab die von Trajan im Partherkrieg besetzten Gebiete auf, womit er einen scharfen und umstrittenen Kurswechsel vollzog, der sein Verhältnis zum Senat belastete, einer Überspannung der Kräfte Roms aber vorbeugte. Danach konzentrierte Hadrian seine militärischen Bemühungen auf eine effiziente Organisation der Reichsverteidigung. Diesem Zweck dienten insbesondere Grenzbefestigungen, darunter der nach ihm benannte Hadrianswall.

769 Ab 200 v. Chr. dehnte Rom seine Herrschaft auf Kleinasien aus. Ab Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chr. machte sich der Einfluss der griechischen Kultur auf die römische Architektur bemerkbar.

770 Säulen und riesige Vasen füllen das Museum. Die Kapitelle an den Säulen sind das wertvollste.   

771 Während des 3. und 2. Jahrhunderts v. Chr. war Pergamon Hauptstadt des Pergamenischen Reichs, das sich über große Teile des westlichen Kleinasiens erstreckte. Unter der kunstsinnigen Dynastie der Attaliden, die bestrebt war, ein neues Athen zu schaffen, wurde die Stadt zu einem der bedeutendsten Kulturzentren des Hellenismus. Nach einer antiken Legende wurde das nach Pergamon benannte Pergament in dieser Stadt erfunden. Tatsächlich war Pergamon ein Zentrum der Pergamentproduktion.

772 Hidschab oder Hijab ist ein arabischer Begriff, der verschiedene Bedeutungen hat (Hülle, Vorhang, Schleier, Kopftuch) umfasst, und unterschiedliche Formen der Abtrennung der Frau, speziell in Gestalt der Verschleierung oder der Bedeckung des Kopfes, bezeichnet.

Der Schleier ist bereits für das frühe dritte Jahrtausend v. Chr. in Mesopotamien sowohl für Männer und Frauen als auch für Gottheiten belegt, beispielsweise für Aja und Inanna, die den Beinamen „die Verschleierte“ oder „die Verhüllte“ trug.

Dort wurden schon in vorislamischer Zeit von Frauen und Männern Tücher verwendet, um Körper und Gesicht gegen Sonne, Sand, und Insekten zu schützen.

Eine weitere prominente Namensträgerin war die Muttergöttin Ninsun, die von den Sumerern auch „verschleierte Fürstin“ genannt wurde. Als weitere Variante des Schleiers zum Verhüllen des Gesichts diente unter anderem auch der Gewandsaum.

774 So ging es zu der sagenhaften Stadt Troja, die Priamos, der König von Troja befestigen ließ. Aber Troja ist wesentlich älter. Bereits in der frühen Bronzezeit wurde Troja besiedelt, also vor etwa 5000 Jahren. Sie diente später als wichtiger Fürsten- und Königssitz.

Insgesamt acht Bauphasen und zwischendurch mehrfache Veränderungen der umgebenen Verteidigungsmauer sowie zwei Großbrände erschweren die zeitliche Zuordnung der bis heute andauernde Ausgrabungen und Rekonstruktion. Besonders bekannt wurde der sagenhafte Schatz des Priamos, den Heinrich Schliemann 1872 bei seinen Ausgrabungen entdeckte.

775 Die Troas wurde nach ihren Bewohnern, den bei Homer genannten Trojanern benannt. Das Volk erhielt seinen Namen von einem mythischen Eponymos, dem König Tros, einem Enkel des Dardanos. Zur Herkunft der Trojaner und einer Verwandtschaft mit anderen Völkern ist nichts bekannt, Reste einer eigenen Sprache sind nicht erhalten.

777 Agamemnon war in der griechischen Mythologie König von Mykene. Er und sein Bruder Menelaus wurden auch als "Atrides", die Söhne Atreus, bekannt. Agamemnon hatte vier Kinder von seiner Frau Clytaemnestra.

Menelaus war mit Clytaemnestras Schwester Helen verheiratet. Als Helen vom Trojaner Paris verschleppt bzw. verführt wurde, kam es zum Trojanischen Krieg. Agamemnon war als Befehlshaber der griechischen Flotte und Helens Schwiegersohn ein zentraler Akteur im Krieg. Um Winde zum Antreiben seiner Schiffe heraufzubeschwören, war er gezwungen, seine Tochter Iphigeneia der Göttin Artemis zu opfern. Dies führte schließlich zu seinem Tun.

778 Kühlschränke gab es damals noch nicht - also wurde im Keller ein Vorratsloch gegraben - in dem sich die Speisen über längere Zeit genießbar hielten.

Ich habe in meinem Garten im Jahre 1973 ein Loch gegraben. Dann wurde bei einem Kunststoff-Fass der Boden ausgesägt. Dieses Fass kam dann in die Erde – verschlossen mit dem Deckel. Darüber kam noch eine Schicht Erde. So habe ich die Vorräte, die durch das Schlachten eines Schweines in Lippach vorhanden waren - gespeichert. Das Rauchfleisch wurde im Dachboden an die Balken gehangen. Als die Tiefkühltruhen zu kaufen waren erübrigte sich der Dachboden.

Zum trocknen des gesammelten Tees wird der Dachboden immer noch verwendet.

779 Was wurde darin gelagert?  Denkbar war - Wasser für Mensch und Tier!

780 Hurra - ich bin wieder in Europa. Am 18.09.1967 um 13 Uhr war das Abenteuer Vorderer Orient zu Ende. Wenn ich mir die ganze Reise heute

Samstag den 21. August 2021 bedenke wundere ich mich nur, dass ich einmal so leichtsinnig war. Im Nachhinein kann man nur sagen: es ist alles gut gegangen.

782 Kavala ist eine dynamische Stadt, die das ganze Jahr über lebt. Sie liegt am Golf von Kavala, in der nördlichen Ägäis, gegenüber der Insel Thasos und ist der wichtigste Seehafen und die Hauptstadt der Region Ostmakedonien.

783 Das Aquädukt von Kavala, ist ein gut erhaltenes Aquädukt in der griechischen Stadt Kavala und eines der Wahrzeichen der Stadt. Während das Aquädukt römischen Ursprungs ist, wurde das heutige Bauwerk (270 m lang und max. 25 m hoch )von den Osmanen im 16. Jahrhundert erbaut.

In Relation zu der Größe der damals relativ unbedeutenden Siedlung stellen die „Kamares“ ein enormes Bauwerk dar. Vermutlich befand sich an derselben Stelle bereits zuvor ein Aquädukt aus römischer Zeit, auf dessen Überresten die Kamares erbaut wurden. Dieses ehemalige Aquädukt versorgte die Stadt Kavala bis in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts mit Wasser aus dem Gebiet von Sougelo. Heute dienen die Kamares nicht mehr ihrem ursprünglichen, lebensspendenden Zweck, doch sind sie weiterhin als Wahrzeichen Kavalas in ihrer vollen Pracht und Schönheit erhalten.

784 Der Weiße Turm besteht aus zwei stufenförmig aufeinander aufsetzenden zylinderförmigen Bauteilen mit einer Gesamthöhe von 31 m. Der erste Bauteil hat einen Durchmesser von 23 m und eine Höhe von 27 m über Grund. Der obere Turm

hat einen Durchmesser von 12 m und eine Höhe von 6 m. Zwischen dem ersten und dem zweiten Bauteil ergibt sich aufgrund der Durchmesser- und Umfangsdifferenz ein Rundgang von 5 m Breite, welcher nach außen hin durch eine Zinnenmauer begrenzt wird. Der zweite schmalere Bauteil schließt mit einer Plattform von 10 m Durchmesser ab, welche ebenfalls nach außen hin durch eine Zinnenmauer begrenzt wird. In beiden Bauteilen sind in der Außenwand Schießscharten eingefügt. Innerhalb des Turms befinden sich sechs Stockwerke mit jeweils einem zentralen Raum, welcher Zugang zu den Schießscharten hat.

Eine Mauer umgab den Weißen Turm bis in das Jahr 1917. Diese war für die Deckung der schweren Geschütze zur Hafenverteidigung nutzbar und umschloss eine dreimal so große Fläche, wie der Weiße Turm sie in seiner heutigen Form einnimmt.

786 Die Festung von Belgrad und damit die Stadt Belgrad besitzen seit je eine besondere strategische Position auf der Balkanhalbinsel. An der Grenze der Pannonischen Tiefebene und der südosteuropäischen Gebirgshalbinsel gelegen, steht die Festung an der Kreuzung der wichtigsten Straßenverbindungen, die seit der Antike die Stadt mit Istanbul sowie Thessaloniki verband. Die Via Militaris, die Via Egnatia sowie deren historische nachfolgenden Straßen nahmen in Belgrad ihren Anfang. Neben den Straßenverbindungen treffen sich bei der Festung auch die Flüsse Save und Donau, der bedeutendste Strom Europas.

Diese strategische Lage führte unter anderem dazu, dass drei Kreuzzüge (1096, 1147 und 1189) durch Belgrad führten und die Stadt ständigen Eroberungen in ihrer wechselvollen Geschichte ausgesetzt war. In dieser Zeit kam die Bezeichnung Griechisch Weißenburg wegen des eingesetzten weißen Baumaterials für das heutige Belgrad in Westeuropa auf.

787 In der Regel können die Früchte ab Ende August geerntet werden. Je nach Witterung und Pflanzzeitpunkt kann die Reife jedoch bis in den Herbst hinein dauern. Um den richtigen Erntezeitpunkt zu erkennen, gibt es verschiedene Anhaltspunkte. Reife Wassermelonen weisen eine dunkelgrüne Farbe auf und verfärben sich an der Auflagestelle gelblich. Zudem können Sie über den Klang hören, ob die Frucht reif ist – der Ton sollte dumpf klingen. Direkt vom Bauer schmeckt die Wassermelone am besten.

788 Zu der damaligen Zeit wurde die Umwelt noch nicht mit Traktoren-Abgasen belastet. Für mich war das Pflügen ein bekannter Vorgang – wir hatten im Elternhaus – Kühe vor den Pflug gespannt. Das Pflügen eines Ackers war eine langwierige Angelegenheit. Die rechte Kuh lief immer in der Furche, dadurch war gewährleistet, dass eine Furche an der anderen lag. Der gepflügte Acker sah fast aus wie ein Kunstwerk. Wenn es lehmiger Boden war, glänzte die Oberfläche – ein noch schöneres Bild.

789 Die Stadt bietet zahlreiche Kultur- und Geschichtsdenkmäler und ist von einer schönen Naturlandschaft umgeben. Der historische Stadtkern dieser ausgesprochen mitteleuropäisch geprägten Barockstadt ist sehr gut erhalten. Hauptattraktionen sind das Stadtzentrum und das Schloss. Zahlreiche Museen, Galerien und Sammlungen sowie der unter Denkmalschutz stehende Stadtfriedhof sind besonders attraktive Ausflugsziele. Das Schloss Varaždin und der Friedhof Varaždin sind weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Nahe der Stadt befinden sich die in ganz Kroatien bekannten Thermalquellen und das Kurbad von Varaždinske Toplice. Die barocke Altstadt zieht zahlreiche Besucher an. Jedes Jahr Ende August findet das traditionelle, zehntägige Špancirfest-Festival statt, bei dem internationale Performance, Akrobaten, Zauberkünstler, Schauspieler, Tänzer, Musiker, Clowns und im Stil des Barock kostümierte Spaziergänger in den Straßen Varaždins auftreten.

790 Graz ist die Hauptstadt des Bundeslandes Steiermark. Der Hauptplatz bildet das Kernstück der mittelalterlichen Altstadt. Die umliegenden schmalen Gassen mit Gebäuden im Renaissance- und Barockstil sind von Geschäften und Restaurants gesäumt. Eine Seilbahn fährt den Schlossberg, den Hausberg der Stadt, zum jahrhundertealten Uhrturm hinauf.

791 Für mich war es der reine Zufall, dass ich als Abschluss der Reise das Oktoberfest in München besuchen konnte und um 13 Uhr ein „Bradhenderl“ essen konnte.

792 Das Oktoberfest (mundartlich d’Wiesn) in München ist das weltweit größte Volksfest. Es wird seit 1810 jährlich auf der Theresienwiese in der bayerischen Landeshauptstadt ausgerichtet und ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Stadt. Termin ist Mitte September bis Anfang Oktober.

793 Alle Metallteile- Sogar der Hufbeschlag ist poliert.

Der Löwe im Namen stammt von einem Fresko „Daniel in der Löwengrube“ im genannten Brauhaus aus dem 17. Jahrhundert. 1818 kaufte der aus bäuerlichen Verhältnissen stammende Brauer Georg Brey die Löwenbrauerei. Unter seiner Leitung begann der wirtschaftliche Aufstieg. 1826 wurde der Braubetrieb am neuerworbenen Gelände an der Nymphenburger Straße aufgenommen. 1848 erhielt die Brauerei die Erlaubnis, Bockbier zu brauen. 1851 war die Verlegung des Braubetriebs auf das Gelände an der Nymphenburger Straße abgeschlossen. Im Mai 1857 meldet die Zeitung Innsbrucker Nachrichten: „München zählt 23 Brauer, von welchen der Löwenbräu am meisten, nämlich 62.100 Eimer Sommerbier gebraut hat.“ 1862 lag die Quantität des Sommerbiers schon bei 118.200 Eimern. 1863 war die Löwenbrauerei erstmals größte Brauerei Münchens mit einem Viertel des gesamten Bierausstoßes der Stadt.

794 Geisterbahnen sind elektrisch betriebene Fahrgeschäfte.

 Das Fahrgeschäft selbst ist meist ein rechteckiges Zelt unterschiedlicher Größe, das aus einem Gerüst aus Metall besteht und mit einer oder mehreren dicken Zeltplanen bedeckt ist. Dieser Grundaufbau führt zu unterschiedlichen Streckenführungen und wirkt sich auch auf die Gestaltung und Dekoration der Wagen aus: Ihre Größe und ihr Design sind der Streckenführung und dem Thema der Geisterbahn angepasst.

Die Geisterbahnwagen (Chaisen) sind meist Zwei-, seltener Viersitzer. Jeder Wagen fährt eine fest vorgegebene Schienenstrecke.

Dort, wo die Wagen losfahren oder anhalten (also in der Ein- und Ausstiegszone), befinden sich stromlose Schienenabschnitte. Im Einstiegsbereich hat dies den Sinn, dass ein Angestellter per Knopfdruck den vordersten Wagen jederzeit unabhängig in Bewegung setzen kann. Im Ausstiegsbereich hingegen sollen stromlose Schienenabschnitte verhindern, dass die Wagen ungebremst ineinander auffahren. Die Schienenführung ist besonders im Zeltinneren sehr kurvenreich. Dies soll – unter Zuhilfenahme geschickt aufgestellter Trennwände – dem Fahrgast die Orientierung nehmen und gleichzeitig das Gefühl vermitteln, dass der Wagen schneller fahre, als er es tatsächlich tut.

795 Bildet den Abschluss aller 795 Bilder, die ich auf dieser Reise fotografiert habe.

Letzter Tonbandbericht

Sonntag 17. September 1967   die letzte Nacht verbrachte ich in Izmir vor einer Polizeistation – es war mitten in der Stadt – ich nahm meine Liege stellte sie unter einen Baum um zu schlafen. Ich habe an meinen Fuß noch einen Umschlag gemacht - an der Stelle - wo der Stachel eingestochen hatte. Am anderen Tag war alles gut. Sonst hätte ich mit dem linken Fuß die 3000 km Nachhause fahren müssen.

In Pergamon waren die Bauten viel gewaltiger - schon der Burgberg war ein herrlicher Anblick. Früher lebte hier der Arzt „Galen“ von 129 bis 199 er hat es mit seiner Heilkunst verstanden die Orte aufzubauen. Die Wasserbehandlungen wurden damals schon angewendet – nicht erst bei Kneipp.

Es kommen Dinge vor die kann man fast nicht erklären – gestern ging der Tachometer einwandfrei – heute macht er einen großen Krach. Ich baute den Tachometer aus und habe ihn geölt – dann lief er wieder ganz normal.

Nun eine kleine Erkenntnis: Den Tank kann man leerfahren – aber wenn der Vergaser auch total leer ist – muss man nicht nur den Tank füllen sondern auch den Vergaser. Bei meinem Tonbandbericht habe ich folgenden Satz gesprochen:

Ich musste feststellen: „dass ein Motor nur mit Benzin läuft.“

Der Tachometer zeigte mir, dass ich auf dieser „Neun Wochen“ langen Reise insgesamt 18 318 km gefahren bin. Was bleibt sind die schönen Bilder und die Tonbandaufnahmen. Beim Abhören kam manchmal die Erinnerung zurück.

 Mein letzter Satz, den ich gespeichert habe, lautete: Ich habe alles richtig gemacht.

Neu hinzufügen im Abschlußtext:

Cannakale (Türkei) über

Skopje (Mazedonien)

Belgrad (Serbien)

Graz (Österreich)

München (Oktoberfest)

Lippach (Sonntag 17. September 1967)