Bukarest

Bukarest ist eine äußerst großzügig angelegte Stadt. (Sehr breite Straßen- schöne Parks) hatte 1967 etwa 1,236 Millionen Einwohnern.

Mit neun Seen ein bevorzugtes Erholungsgebiet. Am 20. September 1459 wurde Bukarest zum ersten Mal durch den Herrscher der Walachei „Vlad Tepes“ erwähnt. Heute werden viele metallverarbeitende Maschinen hergestellt. Bukarest ist das wirtschaftliche Zentrum des Landes.

Vortrag der Fremdenführerin in Bukarest mit dem Reisebus:

Die Glockentürme sind immer getrennt von dem Kirchengebäude.

Moldauischer und Walachischer Baustil wird unterschieden.

Die Glocke der Rumänisch-Orthodoxen Kirche wiegt 8000 kg.

Die Patrone der Kirche sind „Konstantin und Helena“

Bukarest liegt Meter über dem Meeresspiegel.

Besondere Sehenswürdigkeiten sind: Kunstmuseum, Cretulescu–Kirche 1722, Staatliche Philharmonie, die älteste Kirche Curtea Yeche 1545.

Das Dorfmuseum sollte auf jeden Fall besucht werden.

Die Autofahrer fahren alle sehr vorsichtig - denn immer wieder laufen Schafe, Kühe oder Kinder über die Straße. Wenn man einen Schaden am Auto hat – bekommt man keinen Schadensersatz.

Allgemeine Bemerkung: Das Auto möglichst in Sichtweite parken.

Meine Erfahrung: ich parkte meinen Wagen an der Straße wo viele Menschen vorbeigingen und ging schwimmen. Trotzdem haben zwei Jugendliche versucht mit Gewalt in den Wagen zu kommen. Ich wurde Zuhause vorher gewarnt – aber die Wirklichkeit hat mich jetzt überzeugt.

Bei Hochsommerlichen Temperaturen ist das Schlafen unter freiem Himmel eine angenehme Zugabe.

Einen wichtigen Vorgang muss ich jetzt beschreiben: Ein stark demolierter Wagen fuhr vor mir. Er veränderte seine Geschwindigkeit

Öfters – dann bog er ohne Blinker nach links ab und bremste dabei. So provozierte er mich zum Auffahren. Wenn man in so einen Unfall verwickelt wird hat man keine Chance – man kann nur verlieren. Zweimal habe ich es geschafft etwa Zehn Zentimeter an dem Auto vorbeizufahren. Deshalb war höchste Konzentration nötig. Beim ersten Mal wusste ich ja nicht, dass diese Provokation absichtlich war. Nach dem zweiten Mal wusste ich Bescheid. Einen guten Rat kann ich geben: Reisen Sie mit dem ältesten Wagen – der es gerade noch tut- dann haben Sie weniger Sorgen.

Nach Überquerung der Donau habe ich in der Donau gebadet. Das Wasser war warm – denn die Lufttemperatur betrog 30 Grad Celsius. Auf der Weiterfahrt sah ich immer wieder Kolchosen. Die Kolchose war eine Ansammlung von fünf bis sechs Häuser in denen die Menschen, die Ernte und das Vieh untergebracht waren. Auf den Feldern war meist: Mais – Wein – Tabak, oder Sonnenblumen angebaut worden.

Ich habe Rumänien hinter mir gelassen und fahre jetzt durch Bulgarien.

Ich wechsle die Landesgrenzen wie die Hemden.

Beschreibung meiner typischen Mahlzeit:

Schafskäse mit Brot zwei Eier, Tomaten, Paprika und eine Flasche Bier.

Beschäftigt bin ich dadurch, dass ich immer wieder das Tonband besprechen muss, weil ich während der Fahrt nicht konzentriert sprechen kann.

Das Volkskundemuseum in Varna von 1860 bietet altbulgarische Arbeitsgeräte, Volkstrachten und Hauseinrichtungen. Die römischen Thermen aus dem 2. Jahrhundert mit 7000 Quadratmetern - die größten der Balkanhalbinsel. Die schwefeligen Thermalquellen bereichern die Badelandschaft in Varna. Sehenswert ist auch der Uhrturm, das Planetarium und das Pantheon.

Montag 7.8.1967 ich bin in Burgas Bulgarien bei KM-Stand 11591

Ich wollte mal richtig Faullenzen – das habe ich dann auch gemacht.

Heute ist ein sehr heißer Tag, etwa 35 Grad Wärme, Wasser 28 Grad.

Beim Schlafen vor dem Auto hat der Wind den Sand aufgewirbelt. Beim Atmen habe ich dann auch den Sand eingeatmet. Dann schlief ich lieber im Auto, wenn es auch etwas wärmer war. Es gab einen herrlichen Sandstrand, den ich dann auch ausgiebig zum Baden benutzte.

Insgesamt war ich sechs Tage in Rumänien. Die Menschen waren sehr angenehm und freundlich. Eine Mahlzeit kostete etwa 4 bis 5 DM- ich war aber immer satt- mit zusätzlich einem Bier.

Am Grenzübergang waren die Kontrollen sehr großzügig, es ging flott.

Nun fahre ich das zweite Mal durch Istanbul. Auf sieben Hügeln erbaut liegt die Stadt dort, wo der Bosporus Europa und Asien trennt. Das erste Mal war es 1965 als ich mit Horst „Rund um das Mittelmeer“ gefahren bin. Istanbul wurde schon 1453 die Hauptstadt des Osmanisch Türkischen Reiches, sie hatte damals schon fast 500 Moscheen. Ankara löste (durch die bessere strategische Lage) Istanbul als Hauptstadt der Türkei ab.

Schwierig war es - ein Einschreiben per Post nach Deutschland (Reutlingen) zu senden. Ich habe die fertigen Filme direkt nach Hause geschickt, damit sie in Sicherheit waren.

Die Verständigung war jetzt problematisch – kein Englisch, kein Deutsch.

Nun ging es über Gebärdensprache oder aufzeichnen des Gegenstandes mit Preis – durchstreichen - neuen Preis hinzufügen usw.

Wenn ich im Auto geschlafen habe – hatte ich eine elektrische Karosserie – Sicherung eingebaut. Wenn der Wagen von außen berührt wurde hat sich derjenige Elektrisiert. Das war ein Überraschungseffekt, der gewirkt hat. Ich hatte als Isolierung meine Holzschuhe angezogen – bei trockenem Untergrund habe ich mich nicht „elektrisiert“. Es war gefährlich bei offenem Fenster zu schlafen.

Das Getreide wurde auf den Boden gelegt. Dann fuhr das Kuhgespann mit einem breiten Brett darüber - dann lösten sich die Körner von den Halmen.

Es gibt auf der ganzen Welt gute Menschen. Eine Türkische Frau hat

mir einen gebratenen Fisch an den Wagen gebracht. Ich hatte den Fisch nicht gleich gegessen – sondern auf die Seite gelegt. Als ich Essen wollte - hatte vorher schon ein Kälbchen den Fisch gefressen. Solche Überraschungen gibt es auch.

Toilette mit Wasserspülung, Dusche, Aufenthaltsraum

Es war alles vorbildlich vorhanden. Es gab nur einen Gast – das war ich.

Ich habe abends wieder warm gekocht – es gab Nudeln, Tomatensalat und Fleisch aus der Dose. Die obligatorische Flasche Bier gab es auch dazu. Die Nacht war aufregend, denn jede Stunde wurde gepfiffen

und der Wärter (der mich bewacht hat) gewechselt.

Der Zeltplatz war eine gute Möglichkeit a) Duschen und b) Wagen waschen. So kam ich erst um 8 Uhr zum Abfahren.

Randbemerkung während der Fahrt auf Band gesprochen: Die Landschaft ist nicht so bemerkenswert, dass sie in Erinnerung bleiben würde – es bleiben nur die fotografierten Landschaften auf dem Foto gespeichert.

Heute früh musste ich noch eine kleine Reparatur an der Lichtmaschine vornehmen. Der Riemen flatterte so stark, dass sich die Halteschrauben gelöst hatten. Eines kann ich feststellen, die Türkei ist meiner Meinung nach, nach Deutschland das Zweitschönste Land.

Heute erlebte ich einen Tag, so richtig nach meinem Geschmack.

Mittagessen zusammen mit den Italienern und Franzosen.

Zu essen gab es Weiße Bohnen – grüne Bohnen – Gulasch (nach türkischer Art) das obligatorische Brot gab es immer dazu. Als Abrundung gab es eine Flasche Bier.

Bogazkale ein kleiner Juwel in weiter Türkischer Landschaft etwa 100 km von Ankara entfernt.

Der Ort hieß früher Bogazkale (Schluchtdorf), wurde aber später in Bogazkale (Schluchtburg) umbenannt. Seine hethitische Bezeichnung ist Hattusa oder Hattuscha. Er war Hauptstadt der Hethiter und ist heute eine bedeutende Ausgrabungsstätte. Die ausgegrabenen und restaurierten Überreste von Hattuša und dem dazugehörigen Heiligtum Yaz l kaya sind heute als archäologisches Freilichtmuseum zugänglich und bilden das Zentrum eines historischen Nationalparks. Im Ort befindet sich ein Museum mit Funden aus Hattusa.

Das Erlebnis einer Führung durch die Ausgrabungen mit einem Fachmann - der aktiv an den Ausgrabungen mitgewirkt hat- war natürlich etwas Besonderes. Ein Rundgang um die ganze Befestigungsmauer dauerte über eine Stunde. Bei der Weiterfahrt ging es beim Straßenbau durch flüssigen Teer, dementsprechend sah dann das Auto ringsum schwarz aus.